Medizinische Scoringbögen (Scores, Scoresysteme)

strukturierte Instrumente zur Quantifizierung und Beurteilung des Schweregrades, des Risikos oder des Verlaufs einer Krankheit

Scoringbögen sind standardisierte Frage- und Bewertungssysteme, mit denen der Schweregrad von Symptomen oder Erkrankungen objektiv erfasst werden kann. Sie helfen Ärztinnen und Ärzten, den Verlauf einer Krankheit zu beurteilen, Therapien zu steuern und Behandlungserfolge zu messen. Viele dieser Scores sind einfach anzuwenden, können vom Patienten teilweise selbst ausgefüllt werden und ermöglichen eine vergleichbare Dokumentation über längere Zeit und zwischen verschiedenen Behandlern. Beispiele hierfür sind der IPSS (International Prostate Symptom Score), der IIEF-5 (International Index of Erectile Function-5), der PASI (Psoriasis Area and Severity Index) sowie der EASI (Eczema Area and Severity Index).

Der IPSS ist ein Fragebogen zur Beurteilung von Beschwerden beim Wasserlassen, wie sie insbesondere bei einer benignen Prostatahyperplasie auftreten. Er umfasst typische Symptome wie häufiges Wasserlassen, nächtliches Wasserlassen, schwachen Harnstrahl oder Restharngefühl. Jede Frage wird vom Patienten auf einer Skala (meist 0–5 Punkte) beantwortet. Die Summe der Punkte ergibt den Gesamtscore, der in milde, moderate und schwere Symptomatik eingeteilt werden kann. So lässt sich einfach nachvollziehen, ob sich die Beschwerden unter einer medikamentösen oder operativen Therapie verbessern oder verschlechtern.

Der IIEF-5 ist ein kurzgefasster Fragebogen zur Einschätzung der erektilen Funktion. Er besteht aus fünf Fragen, die verschiedene Aspekte der Erektionsfähigkeit und Zufriedenheit mit dem Sexualleben abbilden. Auch hier werden die Antworten in Punkte umgerechnet, und der Gesamtscore erlaubt die Einordnung, ob eine erektile Dysfunktion vorliegt und wie ausgeprägt sie ist. Der IIEF-5 ist somit ein wichtiges Instrument in der Urologie und Andrologie, um sowohl die Ausgangssituation als auch den Therapieerfolg bei erektiler Dysfunktion zu beurteilen.

Der PASI ist ein klinischer Score zur Bewertung der Schwere der Psoriasis vulgaris. Er kombiniert zwei Elemente: zum einen den befallenen Hautflächenanteil in vier Körperregionen (Kopf, Arme, Rumpf, Beine) und zum anderen die Ausprägung typischer Psoriasismerkmale wie Rötung, Verdickung und Schuppung. Aus diesen Parametern wird ein Gesamtwert berechnet, der den Schweregrad der Erkrankung abbildet. Insbesondere in Studien und in der dermatologischen Routineversorgung ist der PASI wichtig, um zu entscheiden, ob beispielsweise eine systemische oder biologische Therapie indiziert ist und wie gut sie wirkt.

Der EASI wurde zur Beurteilung der Schwere der atopischen Dermatitis (Neurodermitis) entwickelt. Wie beim PASI werden sowohl der befallene Hautanteil als auch die Intensität klinischer Zeichen bewertet, etwa Rötung, Verdickung, Kratzspuren und Flechtenbildung. Die vier Körperregionen werden einzeln beurteilt und zu einem Gesamtscore zusammengeführt. Der EASI erlaubt damit eine relativ objektive Einschätzung der Krankheitslast bei Neurodermitis und dient als Grundlage für Therapieentscheidungen und Verlaufsbeurteilungen, etwa bei Einsatz moderner systemischer Therapien.

Gemeinsam ist all diesen Scoringbögen, dass sie komplexe klinische Zustände in eine Zahl überführen. Diese „Verdichtung“ erleichtert den Vergleich im zeitlichen Verlauf und zwischen unterschiedlichen Patientengruppen, darf aber nicht isoliert gesehen werden. Die Interpretation der Scores muss immer im klinischen Kontext erfolgen und durch Anamnese, körperliche Untersuchung und gegebenenfalls weitere Diagnostik ergänzt werden. Richtig eingesetzt, sind IPSS, IIEF-5, PASI und EASI jedoch wertvolle Instrumente, um Patienten strukturierter zu betreuen, Forschungsergebnisse vergleichbar zu machen und Therapieentscheidungen nachvollziehbar zu begründen.

Weitere Beispiele für Scoring-Bögen:

Score Fachgebiet Zweck / Einsatzgebiet Skala / Umfang Grobe Interpretation*
IPSS (International Prostate Symptom Score) Urologie Schweregrad von Miktionsbeschwerden (v. a. BPH) 0–35 Punkte (7 Fragen à 0–5) 0–7 mild, 8–19 moderat, 20–35 schwer; je höher, desto stärkere Symptome
IIEF‑5 / SHIM (International Index of Erectile Function‑5) Urologie / Andrologie Screening und Verlaufskontrolle erektiler Dysfunktion 5–25 Punkte (5 Fragen à 1–5) 22–25 keine/leichte, 17–21 milde, 12–16 moderate, 5–11 schwere ED
PASI (Psoriasis Area and Severity Index) Dermatologie Schweregrad der Psoriasis vulgaris 0–72 Punkte 0–10 leicht, 10–20 moderat, >20 schwer; je höher, desto stärker und ausgedehnter Befall
EASI (Eczema Area and Severity Index) Dermatologie / Allergologie Schweregrad der atopischen Dermatitis (Neurodermitis) 0–72 Punkte Höhere Werte = stärkere und ausgedehntere Neurodermitis (Grenzwerte studienabhängig)
SCORAD (SCORing Atopic Dermatitis) Dermatologie / Allergologie Schweregrad der atopischen Dermatitis 0–103 Punkte <25 leicht, 25–50 moderat, >50 schwer
POEM (Patient-Oriented Eczema Measure) Dermatologie / Allergologie Patientengeführte Erfassung der Ekzemaktivität 0–28 Punkte (7 Items à 0–4) 0–2 keine, 3–7 mild, 8–16 moderat, 17–24 schwer, 25–28 sehr schwer
DLQI (Dermatology Life Quality Index) Dermatologie Lebensqualitätsbeeinträchtigung durch Hauterkrankungen 0–30 Punkte (10 Fragen à 0–3) 0–1 keine, 2–5 gering, 6–10 moderat, 11–20 stark, 21–30 sehr stark
CDLQI (Children’s DLQI) Dermatologie (Pädiatrie) Wie DLQI, aber für Kinder 0–30 Punkte Interpretation analog DLQI
UAS7 (Urticaria Activity Score, 7 Tage) Dermatologie / Allergologie Krankheitsaktivität der chronischen Urtikaria 0–42 Punkte (Quaddeln + Juckreiz, je 0–3 pro Tag, 7 Tage) 0 kontrolliert, 1–6 gut, 7–15 mild, 16–27 moderat, 28–42 schwer
BSA (Body Surface Area, z. B. Rule of Nines) Dermatologie Ausmaß des Hautbefalls (Psoriasis, Ekzem, Verbrennungen) 0–100 % der Körperoberfläche Höherer Prozentanteil = größerer Befall
AUASI (AUA Symptom Index) Urologie Miktionsbeschwerden/LUTS, ähnlich IPSS 0–35 Punkte Einteilung meist analog IPSS (mild/moderat/schwer)
OAB‑q (Overactive Bladder Questionnaire) Urologie Symptome und Lebensqualität bei überaktiver Blase Symptom- und QoL‑Skalen, transformiert 0–100 Höhere Symptomwerte = stärkere Beschwerden; höhere QoL‑Werte = bessere Lebensqualität
DAN‑PSS‑1 Urologie Alternative Symptomskala bei BPH/LUTS Punkte je nach Häufigkeit und Belastung; Summenscore Höherer Summenscore = stärkere und belastendere Beschwerden
AMS (Aging Males’ Symptoms Scale) Andrologie / Endokrinologie Symptome des Altershypogonadismus (körperlich, psychisch, sexuell) 17 Items, je 1–5 Punkte (Summenscore) 17–26 keine/leichte, 27–36 milde, 37–49 moderate, ≥50 schwere Beschwerden
VAS / NRS (Visuelle Analogskala / Numerische Ratingskala) Allgemein (Schmerz, Juckreiz etc.) Intensität eines Symptoms (Schmerz, Pruritus) 0–10 (NRS) oder 0–100 mm (VAS) 0 kein, 1–3 leicht, 4–6 moderat, 7–10 stark
SF‑36 / SF‑12 Allgemein / QoL Generische gesundheitsbezogene Lebensqualität Mehrdimensionale Scores 0–100 pro Subskala Höhere Werte = bessere gesundheitsbezogene Lebensqualität
EQ‑5D Allgemein / QoL Kurzer generischer Gesundheitsstatus Indexwert (z. B. –0,59 bis 1,0) + VAS 0–100 1 = voller Gesundheitszustand; niedrigere/negative Werte = starke Einschränkungen
HADS (Hospital Anxiety and Depression Scale) Psychosomatik / Allgemein Angst- und Depressions-Screening bei Patienten 0–21 Punkte je Subskala (A und D) 0–7 unauffällig, 8–10 grenzwertig, ≥11 auffällig für Angst/Depression
*Grenzwerte und Kategorien können je nach Leitlinie, Studie oder Land leicht variieren. Für klinische Entscheidungen sollten immer die jeweils gültigen Leitlinien und Originalpublikationen herangezogen werden.

Scoringbögen auf dem AnaBoard®

automatisierte Berechnung und Übertragung

Digitale Aufklärung. Sicher. Nachvollziehbar. Effizient.

Das AnaBoard® ist eine digitale Plattform zur strukturierten Patientenaufklärung. Wir unterstützen Medizinische Versorgungszentren und Praxen dabei, Aufklärungsprozesse rechtssicher, verständlich und effizient zu gestalten – von der Vorbereitung zu Hause bis zur dokumentierten Einwilligung vor Ort.

Unser Ziel ist es, medizinische Inhalte für Patientinnen und Patienten verständlich aufzubereiten und gleichzeitig die Dokumentations- und Haftungssicherheit für Ärztinnen und Ärzte zu erhöhen.

Unser Anspruch

Mit dem AnaBoard® verbinden wir medizinische Qualität mit moderner Technologie:

  • Medizinisch fundiert
    Inhalte werden von erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzten erstellt und kontinuierlich aktualisiert.
  • Rechtlich orientiert
    Die Struktur der Aufklärung orientiert sich an aktuellen rechtlichen Vorgaben und Leitlinien.
  • Patientenverständlich
    Komplexe Sachverhalte werden in klarer, zugänglicher Sprache dargestellt – auf Wunsch in mehreren Sprachen.
  • Effizient im Alltag
    Digitale Prozesse entlasten medizinisches Personal und reduzieren Medienbrüche.

Was das AnaBoard® bietet

1. Digitale Patientenaufklärung vor dem Eingriff
Mit dem AnaBoard® können Einrichtungen ihren Patientinnen und Patienten bereits vor dem Termin Informationen digital zur Verfügung stellen:

  • digital aufbereitete Aufklärungsbögen
  • interaktive Informationen zu geplanten Eingriffen und Anästhesieverfahren
  • strukturierte Darstellung von Ablauf, Risiken, Alternativen und Verhaltenshinweisen
  • optionale Mehrsprachigkeit

Patientinnen und Patienten können sich in Ruhe vorbereiten, Inhalte mehrfach lesen und Fragen für das Aufklärungsgespräch notieren.

2. Unterstützung des ärztlichen Aufklärungsgesprächs
Unsere Plattform ersetzt das persönliche Gespräch nicht, sondern strukturiert und dokumentiert es:

  • Leitfäden zur systematischen Aufklärung
  • Hervorhebung besonders aufklärungsrelevanter Punkte
  • Möglichkeit zur dokumentierten Bestätigung von Verständnisfragen
  • digitale Dokumentation des Gesprächsverlaufs (je nach Integration)

So behalten Ärztinnen und Ärzte die Übersicht, während Patientinnen und Patienten nachweislich verständlich aufgeklärt werden.

3. Strukturierte Dokumentation und Nachvollziehbarkeit
Das AnaBoard® ermöglicht eine nachvollziehbare und revisionssichere Dokumentation der Aufklärung:

  • standardisierte Dokumentationsbausteine
  • Zeitpunkte der Information und Einwilligung
  • Ergänzung freier Notizen durch die Behandler
  • Exportmöglichkeiten für die Patientenakte (je nach Systemumgebung)

Dadurch werden Haftungsrisiken minimiert und Abläufe für Qualitätsmanagement und Audits transparent.

Nutzen für MVZ und Praxen

Mit dem AnaBoard® profitieren Einrichtungen in mehreren Dimensionen:

  • Entlastung des Personals
    Vorbereitende Informationsvermittlung erfolgt digital, das persönliche Gespräch wird fokussierter.
  • Reduzierte Rückfragen und Terminverschiebungen
    Patientinnen und Patienten kommen besser vorbereitet zum Aufklärungstermin.
  • Standardisierte Qualität
    Einheitliche Inhalte und Prozesse sorgen für gleichbleibend hohe Aufklärungsqualität.
  • Bessere Patientenzufriedenheit
    Transparente, verständliche Informationen stärken Vertrauen und Akzeptanz.

Patientenrechte im Fokus

Unsere Lösung ist so konzipiert, dass sie die Wahrnehmung von Patientenrechten unterstützt. Dazu zählen insbesondere:

  • Recht auf umfassende und verständliche Aufklärung
  • Recht auf freie, informierte Entscheidung
  • Recht auf Einsicht in aufklärungsrelevante Dokumente

Durch die digitale Bereitstellung relevanter Informationen erhalten Patientinnen und Patienten mehr Zeit, ihre Entscheidung bewusst zu treffen – ohne das persönliche Gespräch zu ersetzen.

Integration in bestehende Prozesse

Das AnaBoard® lässt sich flexibel in vorhandene Abläufe integrieren:

  • Anbindung an bestehende Informations- und Terminprozesse (je nach IT-Umgebung)
  • individuelle Anpassung von Texten, Formularen und Prozessen an die jeweilige Einrichtung
  • Nutzung auf verschiedenen Endgeräten (z.B. Tablet in der Praxis, Smartphone oder PC zu Hause)

Gemeinsam mit unseren Kunden erarbeiten wir ein Aufklärungskonzept, das medizinische, organisatorische und rechtliche Anforderungen miteinander verbindet.

Datenschutz und Informationssicherheit

Der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten hat für uns höchste Priorität. Das AnaBoard® wird entsprechend der jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen entwickelt und betrieben. Detaillierte Informationen zum Datenschutz und zur Datensicherheit stellen wir unseren Kunden in einer separaten Dokumentation zur Verfügung.

Für wen das AnaBoard® entwickelt wurde

Unsere Lösung richtet sich an:

  • Medizinische Versorgungszentren
  • Facharztpraxen
  • ambulante OP-Zentren

In allen Bereichen, in denen Aufklärung über Eingriffe, Anästhesie oder andere risikobehaftete Maßnahmen erforderlich ist, kann das AnaBoard® Prozesse vereinheitlichen und verbessern.

Kontakt

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie das AnaBoard® die Patientenaufklärung in Ihrer Einrichtung unterstützen kann?
Wir informieren Sie gerne über Funktionen, Integrationsmöglichkeiten und individuelle Anpassungen.
Nutzen Sie einfach unser Kontaktformular.



FAQ

Häufige Fragen zur Patientenaufklärung mit dem AnaBoard®

Was ist das AnaBoard®?

Das AnaBoard® ist eine digitale Plattform zur Patientenaufklärung in der Arztpraxis. Sie unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, Aufklärungsbögen strukturiert zu nutzen, Gespräche zu dokumentieren und die Einwilligung der Patientinnen und Patienten rechtssicher festzuhalten.

Welche Rolle spielen die Aufklärungsbögen von Thieme Compliance?

Das AnaBoard® nutzt die etablierten Aufklärungsbögen von Thieme Compliance in digitaler Form.
Damit stehen medizinisch und rechtlich geprüfte Inhalte zur Verfügung, die Ärztinnen und Ärzte in ihrem Aufklärungsgespräch unterstützen und die Dokumentation standardisieren.

Ersetzt das AnaBoard® das persönliche Arzt-Patienten-Gespräch?

Nein.
Die Patientenaufklärung muss nach deutschem Recht mündlich durch den behandelnden Arzt oder eine entsprechend qualifizierte Person erfolgen. Schriftliche und digitale Unterlagen – wie die Aufklärungsbögen im AnaBoard® – ergänzen das Gespräch, können es aber nicht ersetzen.

Wie unterstützt das AnaBoard® die rechtssichere Patientenaufklärung?

Das AnaBoard® bildet die wesentlichen Schritte der Aufklärung digital ab:

  • Bereitstellung standardisierter Aufklärungsbögen
  • strukturierte Erfassung der Inhalte des Aufklärungsgesprächs
  • digitale Erfassung der Unterschrift des Patienten und des Arztes
  • Nachvollziehbarkeit von Datum, Uhrzeit und Inhalt der Aufklärung

Damit wird die Dokumentation vereinfacht und die Nachweisbarkeit der Aufklärung verbessert.

Wie wird die Patientenaufklärung mit dem AnaBoard® dokumentiert?

Typischerweise umfasst die Dokumentation mit AnaBoard®:

  • Auswahl des passenden Aufklärungsbogens
  • Ausfüllen des Bogens durch den Arzt bzw. die Praxis
  • Besprechung des Inhalts im persönlichen Gespräch
  • Unterschrift des Patienten auf dem digitalen Aufklärungsbogen
  • ärztliche Unterschrift zur Bestätigung der durchgeführten Aufklärung
  • optionale Ergänzung durch Gesprächsnotizen im Patientendossier

Der unterschriebene Bogen kann in das Praxissystem übernommen und für den Patienten zur Verfügung gestellt werden.

Bekommen Patientinnen und Patienten eine Kopie ihres Aufklärungsbogens?

Ja, das sollte erfolgen.
Patientinnen und Patienten müssen Abschriften der Unterlagen erhalten, die sie im Zusammenhang mit Aufklärung oder Einwilligung unterschrieben haben. Über das AnaBoard® kann die Praxis Kopien bereitstellen – z.B. als Ausdruck oder in digitaler Form, je nach Einrichtung.

Welche Inhalte muss die Patientenaufklärung enthalten?

Eine ordnungsgemäße Aufklärung umfasst insbesondere:

  • Art und Umfang der geplanten Maßnahme
  • Notwendigkeit und Ziel des Eingriffs
  • mögliche Komplikationen und Risiken
  • vorhandene Behandlungsalternativen
  • ggf. Dringlichkeit und Erfolgsaussichten

Das AnaBoard® unterstützt, diese Inhalte strukturiert zu erfassen und sicherzustellen, dass wesentliche Punkte nicht vergessen werden.

Wann sollte die Patientenaufklärung stattfinden?

Die Aufklärung muss rechtzeitig erfolgen, sodass der Patient genug Zeit für eine wohlüberlegte Entscheidung hat.
Bei geplanten Operationen sollte zwischen Aufklärung und Eingriff in der Regel ein angemessener zeitlicher Abstand liegen. AnaBoard® hilft, die Zeitpunkte der Aufklärung nachvollziehbar zu dokumentieren.

Wie lange müssen Aufklärungsdokumente aufbewahrt werden?

In Deutschland müssen medizinische Unterlagen – einschließlich Aufklärungsdokumentation – in der Regel mindestens 10 Jahre nach Abschluss der Behandlung aufbewahrt werden.
Das AnaBoard® unterstützt die revisionssichere Ablage und erleichtert die langfristige Nachvollziehbarkeit.

Entstehen für Patientinnen und Patienten zusätzliche Kosten durch AnaBoard®?

In der Regel nicht.
Das AnaBoard® ist ein Werkzeug der jeweiligen Praxis oder Klinik zur Organisation und Dokumentation der Aufklärung. Für Patientinnen und Patienten entstehen dadurch üblicherweise keine gesonderten Kosten. Die konkrete Handhabung kann jedoch von Einrichtung zu Einrichtung variieren.

Wie trägt das AnaBoard® zur Qualität und Sicherheit in der Praxis bei?

Das AnaBoard®:

  • standardisiert Inhalte und Abläufe der Aufklärung
  • reduziert das Risiko, wichtige Informationen zu vergessen
  • verbessert die Lesbarkeit und Auffindbarkeit der Dokumentation
  • schafft Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Behandlungsverlauf

Das erhöht die Patientensicherheit und stärkt das Vertrauen in die Behandlung.

Wie werden Datenschutz und Datensicherheit berücksichtigt?

AnaBoard® wird unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Vorgaben betrieben.
Gesundheitsdaten werden vertraulich behandelt und nur im Rahmen der medizinischen Behandlung verwendet. Die technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Datenschutz richten sich nach den gesetzlichen Anforderungen und den Vereinbarungen mit der jeweiligen Einrichtung.

Für welche Einrichtungen ist das AnaBoard® geeignet?

Das AnaBoard® richtet sich insbesondere an:

  • Arztpraxen
  • MVZ
  • ambulante OP-Zentren

Überall dort, wo Aufklärung über diagnostische oder therapeutische Maßnahmen erforderlich ist, kann das AnaBoard® Prozesse vereinheitlichen und digitalisieren.